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Vermögensverwaltung ohne Anleihen

Björn Siegismund   -     23.10.2017   -   Vermögensverwaltung


Warum vermögende Anleger heute auf alternative Anlagen setzen.

Langfristiger Vermögenserhalt lautet bei wohlhabenden Familien das übergeordnete Ziel bei der Vermögensanlage. Darüber hinaus wird eine Rendite, die im Schnitt zwischen vier und sechs Prozent pro Jahr bei überschaubaren Risiko liegen soll, als realistisches Ziel erachtet. Das ist anspruchsvoll im heutigen Anlageumfeld. Früher lieferten hier Anleihen wie zum Beispiel Bundesanleihen oder Pfandbriefe einen wichtigen Baustein für die Vermögensallokation. Sie sorgten für Stabilität im Krisenfall und zahlten kontinuierlich Zinsen, die Basis einer stetigen Wertentwicklung im Portfolio. Mit dem Absinken der Verzinsung dieser Anlagen auf aberwitzig niedrige Niveaus ist dieser Baustein jedoch verloren gegangen.
 

Anlageberater empfehlen mehr Aktien

Die traditionelle Beratung in Banken und Sparkassen reagiert auf das neue Umfeld mit höheren Aktienquoten. Eingezwängt im engen Korsett der Geldinstitute, in dem Standardprodukte und Vertriebszwänge die angestellten Berater hinsichtlich ihrer Empfehlungen einschränken, kommt meist der hauseigene Aktienfonds als Alternative in Fragen.
 

Professionelle Anleger und Vermögensverwalter setzten auf Illiquiditätsprämien

Unabhängige Vermögensverwalter und Family-Offices gehen derweil einen anderen Weg. Sie folgen dem Trend, den professionelle Stiftungen und globale, institutionelle Anleger schon seit Jahren gehen. Diese Anleger haben erkannt, dass sie sich mit dem Einsatz alternativer Anlagen, wie etwa Investitionen in private equity, Immobilien und Direct Lending dem Renditeverfall entziehen können. Die teilweise deutlich höheren Renditen dieser alternativen Anlagen lassen sich häufig durch ihre größere Illiquidität erklären. Ein Beispiel: Börsengelistete Aktien können täglich, manche sogar sekündlich über einen Makler veräußert werden. Ein großer Vorteil, wenn der Anleger schnell Geld benötigt. Bei Unternehmen, die nicht an einer Börse gelistet werden, ist es hingegen deutlich schwieriger und langwieriger, einen Käufer zu finden. Diese Illiquidität wird dem Anleger in der Regel über bessere Preise entlohnt.
 

Trend zieht immer mehr Anbieter alternativer Geldanlagen an

Die Zahl von Produktanbietern für private equity Fonds, Venture-Capital oder Kreditfonds (Direct Lending) ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Heute buhlen schätzungsweise 16.000 alternative Fonds um die Gunst der Anleger. Die Auswahl eines guten Anbieters ist entsprechend schwierig, bestimmt aber maßgeblich den Anlageerfolg. Das Auswahlrisiko ist hier nicht zu unterschätzen. In keiner Anlageklasse bei traditionellen Anlagen ist der Renditeunterschied zwischen den besten und schlechtesten Fonds so groß, wie bei den Alternativen. Um im Wettbewerb bestehen und ihre Renditeversprechen einhalten zu können gehen manche Manager große Risiken ein.

Zentrale Aufgabe eines unabhängigen Anlageberaters ist es, seine Mandanten vor zu hohen Renditeerwartungen zu schützen und eine zu starke Risikokonzentration zu vermeiden. Im besten Fall hat der Berater Erfahrung und einen positiven Leistungsnachweis im Bereich alternativer Anlagen. Die Vermögensallokation sollte hinsichtlich Risiko und Komplexität zum Anleger und seinem Anlagehorizont passen. Dann können klug selektierte alternative Anlagen einen echten Mehrwert im Portfolio liefern.

 

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Wichtige Hinweise - Bitte beachten Sie: Alle Wertpapieranlagen sind mit Risiken verbunden:

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Pressekontakt
Hanna Dudenhausen / LARANSA Private Wealth Management AG / Joachimsthaler Str. 34 / 10719 Berlin / Telefon: +49 (0)30 531 449 916 / h.dudenhausen@laransa.de

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