Laransa Newsletter

Stories & Meinungen

Die dramatisch steigenden Schulden in den Industrieländern machen es mehr denn je erforderlich, bei der Geldanlage über den Tellerrand hinauszublicken.

Der Mai 2010 wird als Zäsur in die Geschichte der Europäischen Union eingehen. Die EU bricht ihre eigenen Regeln und sieht sich aufgrund der Griechenland-Problematik gezwungen, ein 750 Milliarden-Euro-Hilfspaket zu schnüren. Auch die EZB wirft ihre Grundsätze über Bord und akzeptiert die als Ramschanleihen eingestuften Griechenland-Bonds entgegen allen Abmachungen nun als Sicherheiten, damit es nicht zum Staatsbankrott kommt.

Zahlungsausfall nur aufgeschoben

Das geplante Rettungspaket für Euroland, welches aus 250 Milliarden Euro von Seiten des Internationalen Währungsfonds und EUR 550 Mrd. aus Mitteln der EU-Mitgliedsstaaten besteht, deckt rund 65% der Finanzbedürfnisse der "PIIGS-Staaten" (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) für 2010 und 2011 ab. Damit sollte es vom Umfang her für die nächsten 18 Monate ausreichend sein. Allerdings müssen bis Ende 2012 in den fünf PIIGS-Staaten zusätzlich neue Defizite i.H.v. 300-400 Mrd. Euro finanziert werden. Im Klartext: Trotz Schutzschirm wird ein Zahlungsausfall möglicherweise nur aufgeschoben.

Schrittweise Entwertung des Euro

Die Ansicht, dass Euroland aufgrund der aktuellen Probleme kurzfristig auseinanderbrechen wird, teilen wir nicht. Schon bei der Schaffung des einheitlichen Währungsraumes war der politische Wille stärker als die ökonomische Vernunft. Der Wille, am Euro festzuhalten und einen hohen ökonomischen Preis dafür zu zahlen, ist immer noch vorherrschend. Das Risiko, dass die Währungsunion in den nächsten drei Jahren auseinander fällt, halten wir folglich für gering.
Auf Dauer werden die Anleger jedoch erkennen, dass sich die EU beziehungsweise die EZB in einem Teufelskreis befindet, aus dem sie sich nur noch mit Inflation und fiskalischen Tricks befreien kann. Die Schrittweise Entwertung des Euro in den nächsten Jahren ist daher mehr als wahrscheinlich. 

Das künftige Wachstumspotential liegt außerhalb der Eurozone

Für den Anleger ist es heute noch wichtiger als in der Vergangenheit, sein Depot so aufzubauen, dass er vom  Wachstum außerhalb Europas profitiert. Dabei sollte man unbedingt auch die gewinnenden Währungen aus Staaten mit geringen Verschuldungsniveaus im Depot haben. Viele Schwellenländeranleihen bieten attraktive Renditen und werden, wenn die Rating-Agenturen ihre Urteile an die neue globale Verschuldungssituation anpassen, in den nächsten Jahren mit weiteren Kursgewinnen glänzen.
Auf der Aktienseite sollte das Depot die strukturellen Trends eines wachsenden Konsums in den Schwellenländern sowie die steigende Nachfrage nach Rohstoffen abbilden.


infopaket
infopaket

Experte Andreas Leckelt im

Das sagen unsere Kunden